Berlin Die AOK hat im Internet eine Entscheidungshilfe zur perkutanen endoskopischen Gastrostomie (PEG) veröffentlicht. Damit möchte die Krankenkasse Angehörige, aber auch Pflegepersonal, Ärzte und Betreuer in der Frage unterstützen, ob ein Mensch mittels einer Magensonde künstlich ernährt werden sollte.
Singen - Unter dem Thema "Wenn Essen Leib und Seele trennt" stand ein Abend mit Vorträgen und Diskussion im Turmsaal des Hegau-Bodensee-Klinikums Singen. Der Arbeitskreis für klinische Ethik hatte in Kooperation mit dem Dysphagienetzwerk Südwest Professor Georg Marckmann, Leiter des Institutes für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie Paul Diesener, leitender Arzt der Frührehabilitation des Jugendwerkes Gailingen eingeladen.Professor Marckmann ging in seinem Vortrag, der unter dem Titel "Verhungern lassen oder sterben dürfen?" stand, vor allem auf die ethischen Fragen der PEG-Sondenernährung ein.
Eine so genannte PEG-Sonde (Perkutane endoskopische Gastrostomie) ist eine Magensonde, die durch die Bauchdecke direkt in den Magen eingeführt wird. Paul Diesener hingegen beleuchtete vor allem den Aspekt, ob die PEG-Sonde ein notwendiges Übel ist oder doch ein Hilfsmittel?